Vollmeißel-, Halbmeißel-, Hartmetall- und Längsschnittkette

Person, die eine Motorsäge in den Händen hält

Inhaltsverzeichnis

Die Sägekette ist ein entscheidendes Element jeder Kettensäge und beeinflusst maßgeblich die Schnittqualität, Sicherheit und den Fortschritt Deiner Sägearbeiten. Es gibt verschiedene Arten von Sägeketten, die jeweils ihre eigenen Merkmale und Einsatzbereiche mit sich bringen. In diesem Artikel werden wir Dir die Unterschiede zwischen Vollmeißel, Rundmeißel, Halbmeißel etc. näherbringen, sodass Du die richtige Wahl für Deine Bedürfnisse treffen kannst.

 

Einsatzgebiete von Sägeketten

 

Sägeketten finden in verschiedenen Bereichen Verwendung, darunter bei:

      • Manuellen Holzernten und der Baumpflege 

      • Gebäudesanierungen

      • Zimmereien 

      • Holzvollerntern 

      • Holzbearbeitungszentren

      • Steinbearbeitungen

      • Sägewerken als Ablängwerkzeug

      • Kettenfräsenen

      • Holzfällerwettbewerben

    Vollmeißelkette: Die Spitzenklasse

     

     

     

    Die Vollmeißelkette ist die Königin der Sägeketten. Ein erkennbares Merkmal dieser Kette ist der harte Übergang zwischen dem Zahndach und der Zahnbrust. Ihr Zahndach ist scharf und hart, mit einem spitz nach vorne zu laufendenen Schneidezahn. Ihre eckige und spitze Form macht sie äußerst aggressiv und ermöglicht eine hohe Schnittleistung, wodurch sie primär im gewerblichen Bereich eingesetzt wird. Die Schnittleistung ist etwa 20% höher als bei Halbmeißelketten. Diese Kette besitzt einen normalen Tiefenbegrenzer und kommt meist im professionellen Bereich zum Einsatz, da sie selbst mit anspruchsvolleren Aufgaben gekonnt umgehen kann. Vollmeißelketten werden demnach in der Regel bei professionellen Kettensägen mit Verbrennungsmotor und einer Kettendicke ab 1,6 mm eingesetzt. Die Nutzung einer Kette mit dieser Schnittleistung ist jedoch erst ab einer Sägenleistung von ca. 3PS sinnvoll.

    Sie eignet sich ausschließlich für das Schneiden von reinem Holz, da ein Nachteil dieses Kettentyps in ihrer Sensibilität gegenüber Fremdkörperkontakt liegt, welcher rasch zur Abstumpfung führen kann. 

    Die Vollmeißelkette erfordert äußerste Präzision beim Nachschärfen ihrer Schneidezähne, da die Beschädigung der Spitze zu einem Verlust der Schnitthaltigkeit führen kann. 

     

     

    Halbmeißelkette: Universell einsetzbar

     
     

     

    Die Halbmeißelkette verfügt über eine abgerundetere Kante im Vergleich zur Vollmeißelkette. Ein sanfter Übergang zwischen dem Zahndach und der Zahnbrust ist ein charakteristisches Merkmal dieses Kettentyps. Sie hat zudem ein Sicherheitsglied, eine kleine Erhöhung vor dem Tiefenbegrenzer, die Kickback-Effekte verringert. Diese Kette weist eine geringere Schnittleistung auf, bietet jedoch dafür eine längere Schnitthaltigkeit. 

    Sie wird oft in Einstiegsmotorsägen verwendet, da sie leicht zu warten ist und ist somit ideal für den privaten Bereich. Die Halbmeißelkette weist eine gute Standzeit auf, bietet darüber hinaus eine zufriedenstellende Laufruhe und eignet sich daher für vielseitige Aufgaben. Das Nachschärften ist recht unkompliziert möglich. Eine weitere vorteilhafte Eigenschaft stellt ihre Resistenz dar. Kommt die Kette in Berührung mit Staub, Schmutz oder Erde, kommen keine schnellen Schäden zustande.

     

    Hartmetallkette: Spezialist für besondere Aufgaben

     

    Hartmetallketten werden häufig in Rettungssägen verbaut und sind in der Lage, Materialien wie Gasbeton, Klinker, Sandstein, Gips und Weichblech zu schneiden. Diese Ketten besitzen Schneidglieder mit hartmetallbesetzten Zähnen und sind besonders widerstandsfähig gegenüber harten und verschmutzten Materialien. Sie finden Anwendung beim Schneiden von Holz, das z.B. signifikant durch Steine, Metallteile, Erde etc. verunreinigt ist. Hartmetall ist durch seine Eigenschaften in der Lage, massiveren Stoffen standzuhalten, als es eine herkömmliche Kette könnte.

     

    Längsschnittkette: Die Krafteffiziente

     

    Diese Kette zeichnet sich durch ihre Neigung bzw. den Schärfwinkel der Zähne, welcher zwischen 5 und 15 Grad liegt, aus.

    Wird Holz im Längsschnitt verarbeitet, ist ein höherer Kraftaufwand vonnöten. Hierbei bietet die Längsschnittkette die entsprechende Unterstützung und ermöglicht einen sauberen, wie auch, aufgrund der dünneren Ketten, weniger mühevollen Arbeitsverlauf. 

    Längsschnittketten bieten den Vorteil, die Spanlänge, die bei Längsschnitten mit herkömmlichen Ketten sehr lang ausfallen kann, zu reduzieren. Dies geschieht durch den spezifischen Schärfwinkel, wodurch die Späne darüber hinaus noch feiner gebildet werden. Durch ihren Einsatz wird eine stabilere und ruhige Arbeit mit der Säge gewährleistet und die Schnittflächen fallen glatter aus. Diese Ketten werden beispielsweise bei der Nutzung von Sägewerken benötigt. 

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